Museum für Kunst
Neue Ausstellung ab 8.Februar 2026
Doro Hofmann- The Architecture of Desire
Doro Hofmann wurde in Stuttgart geboren und wuchs in einer Familie von Künstlern und
Grafikdesignern auf. Früh entdeckte sie ihre Leidenschaft für Bildende Kunst, bemalte in der
Freizeit Wandbilder, Porträts sowie Motorradhelme und Tanks.
Nach einem prägenden Reitunfall zog sie 1997 nach Paris, wo sich ihr Traum, professionelle
Künstlerin zu werden, formte. 1998 kehrte sie nach Deutschland zurück und studierte zunächst an
der Freien Kunstschule Stuttgart, bevor sie 1999 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste
Karlsruhe aufgenommen wurde. Dort arbeitete sie mit renommierten Künstlern wie Franz
Ackermann, Horst Antes und Corinne Wasmuht. 2005 schloss sie als Meisterschülerin von Franz
Ackermann ab und erhielt das Deutsche Akademische Diplom (vergleichbar mit BFA und MFA).
Direkt nach ihrer Meisterschülerausstellung „Top 05“, bei der sie ihre erste begehbare Multimedia-
Kapelle „Lipstick Chapel“ präsentierte, zog Doro nach Los Angeles. 2006 wurde sie mit dem
Reisestipendium des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet. Bis zu ihrer Rückkehr nach
Deutschland im Sommer 2023 lebte und arbeitete sie in Los Angeles, wo sie an zahlreichen
Einzelausstellungen, Gruppenausstellungen und Projekten teilnahm – u. a. mit Ed Ruscha, Andy
Moses und Lita Albuquerque.
2003 wurde sie Mitglied der Künstlergruppe PHARMAKA, die bis 2008 eine Galerie in Downtown
Los Angeles betrieb. Zusammen mit Shane Guffogg kuratierte sie dort mehrere Ausstellungen,
darunter „Berlin – LA?“ mit deutschen KünstlerInnen wie Alicja Kwade.
Aus der Zusammenarbeit mit Guffogg entstand das Langzeitprojekt „The Circle of Truth“, eine
visuelle „Flüsterpost“ mit 49 Künstlerinnen über neun Jahre, heute kuratiert Doro den „European
Branch“ vom europäischen Standort aus.
Für das Museum für Kunst in Rockenhausen realisiert Doro Hofmann nun die Ausstellung
„Architecture of Desire“ – inklusive einer neuen multimedialen Kapelle die Haute Couture und
Plato vereint : „The Fifth Element“.
Neu Ausstellung ab 19.April 2026 – Bewegung und Struktur – der Künstler Wolfgang Fritz und Ingrid Lebong
„Bewegung und Struktur“ im Museum für Kunst Rockenhausen
-Element Wasser und Korrespondenz der Farben
Vernissage. Am Sonntag 19. April um 11.00 Uhr wird im Museum für Kunst in Rockenhausen die Ausstellung „Bewegung und Struktur“ der Künstler Wolfgang Fritz und Ingrid Lebong eröffnet. .
Stadtbürgermeister Michael Vettermann und Luise Busch vom Kahnweiler Arbeitskreis werden die Gäste begrüßen. Ein anschließendes Künstlergespräch wird in die neue Wechselausstellung einführen.
Künstler. Der Pirmasenser Künstler Wolfgang Fritz präsentiert in der Doppelausstellung „Bewegung und Struktur“ zusammen mit Ingrid Lebong eine eindrucksvolle Zusammenführung zweier elementarer Werkkomplexe: Rauchzeichnungen und experimentelle Fließbilder. Er zeigt Arbeiten, die den prozesshaften Charakter seines künstlerischen Schaffens verdeutlichen – Malerei als Experiment, als Transformation und als Spur des Augenblicks.
Sein Werk ist seit Jahrzehnten geprägt vom Wechselspiel der Elemente: Feuer und Farbe, Verdichtung und Auflösung, Struktur und Zufall. In den bekannten Rauchzeichnungen nutzt der Künstler eine rußende Flamme als Zeichenstift – eine Methode, die nicht nur poetisch, sondern auch wissenschaftlich präzise ist. Das Flüchtige des Feuers wird eingefangen, ordnet sich rhythmisch und verweist in seiner formalen Strenge auf naturwissenschaftliche Muster und biologische Strukturen.
Die neuen Arbeiten, die in Rockenhausen erstmals gezeigt werden, erweitern diesen Ansatz um das Element Wasser. Mit Fließ- und Strömungstechniken erforscht Wolfgang Fritz physikalische Kräfte flüssiger Farbe. Farbschichten überlagern und verdrängen einander, Linien entstehen aus Bewegung, Formen aus Zufällen. Diese malerischen Prozesse erinnern an Landschaften, Spiegelungen und geologische Schichtungen – an Bilder, die entstehen, ohne abbildend zu sein.
Geboren 1956 in Pirmasens, lebt und arbeitet Wolfgang Fritz in Lemberg. Nach dem Studium der Bildenden Künste an der Städelschule in Frankfurt am Main bei Thomas Bayerle, Christian Kruck und Rainer Jochims, arbeitet er seit 1982 als freischaffender Künstler. Er ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Pfälzer Künstler und der Künstlergruppe neuN+. Bekannt wurde er durch zahlreiche Ausstellungen in Rheinland -Pfalz und darüber hinaus.
Mit dieser Ausstellung knüpft das Museum für Kunst Rockenhausen an seine Tradition an, künstlerische Positionen zu zeigen, die experimentelle Verfahren und materialbezogenes Denken in den Mittelpunkt stellen. Wolfgang Fritz führt diesen Ansatz mit großer Konsequenz fort: Seine Kunst bewegt sich zwischen Kontrolle und Loslassen, zwischen dem Denken in Systemen und dem Vertrauen in den Moment. Fritz versteht Malerei als Prozess – als lebendige, immer neu entstehende Form, die das Sichtbare und das Flüchtige zugleich festhält.
Ingrid Lebong, geboren 1952 in Homburg/Saar, lebt und arbeitet in ihrer Geburtsstadt Homburg und auch in einem festen Atelier in der Provence. An der Europäischen Akademie in Trier studierte sie Malerei und Plastik. Es folgten Arbeitsaufenthalte in Frankreich und Italien. Seit 1985 zeigt sie als freischaffende Künstlerin ihre Arbeiten in zahlreichen Ausstellungen in Rheinland-Pfalz und grenzübergreifend im französischen Sprachraum saarländischer Nachbarländer. 2019 wurde sie für den Mainzer Kunstpreis in der Galerie Eisenturm nominiert. Sie ist Mitglied im Berufsverband Bildender Künstler BBK Saar und Rheinland-Pfalz.
Ingrid Lebong zeichnet, malt, druckt und modelliert nicht nur, sie kombiniert auch gerne unterschiedliche Techniken und Materialien. Fotographie verschmilzt mit Malerei, Grafisches interagiert mit Farben. Lebongs Kunstwerke werden von Anfang an bestimmt von der Idee der Transformation und sind dementsprechend wandlungsfähig. Im Laufe der Zeit überwiegt die Abstraktion die anfängliche Gegenständlichkeit.
Lebongs Malerei gestaltet sich ohne Vorzeichnungen aus dem Malakt heraus. Lasurhafte Übermalungen verflechten den Vorder- und Hintergrund immer wieder aufs Neue und sorgen für einen vibrierend entgrenzten Bildraum. Eigenständige Linien laden den dynamisierten Innenraum zusätzlich auf. Ingrid Lebongs Kunst ist stets von Stimmungen, Erlebnissen und Eindrücken aus Natur und Umwelt gespeist. Das Emotionale und Rationale, das Spontane und Reflexive halten sich die Waage. Der Dialog der Farb-Formen ist von eigenständiger Qualität und schlägt sich oft in Serien mit vorabdefiniertem Farbenkonzept nieder. Intuition und Systematik sind kreative Verbündete. Das Konstruktiv-Suggestive ist Motor und wesentliche Qualität der Lebong‘schen Kunst, die als meditativ abstrahierte Umsetzung und Übersetzung der Realität offen für die Betrachtung bleibt.
Info. Die Wechselausstellung kann bis 7. Juni 2026 jeweils dienstags bis sonntags von 14.30 bis 17.30 Uhr in der Speyerstraße 3 in Rockenhausen besichtigt werden. Kontakt Museum-kunst@rockenhausen.de oder Telefon 06361 22136.
Öffnungszeiten
DI-SO 14.30 – 17.30 Uhr
Montags geschlossen
Der Eintritt ist frei, eine Spende wird erbeten.
Kontakt: Museum-Kunst@rockenhausen.de
